See und Fluss - und der Waffenplatz haben die wirtschaftliche
Entwicklung und die städtebauliche Grundstruktur der Stadt Thun während
Jahrhunderten bestimmt.
Thun will heute seine Position als elftgrösste Stadt der Schweiz mit über
40'000 Einwohnern und einer Agglomeration von 90'000 Einwohnern stärken.
Nach dem Wegfall von mehreren tausend Arbeitsplätzen in den Zulieferbetrieben
für die Armee setzte mit der Frage „Thun wohin?“ vor 10 Jahren eine
planerisch-politische Diskussion ein, die zum Richtplan, Stadtentwicklung führte.
Bestimmte Areale weisen als „Schlüsselgebiete“ ein besonderes Potential für die
Stadtentwicklung auf.
Die eintägige Exkursion nach „Thun“ ermöglicht eine Bilanz des bisher
Erreichten und wagt einen Ausblick in die mittelbare Zukunft in diesem Umwandlungsprozess.
Anfang April 2011 wurde das erweiterte Thuner Kultur-Kongresszentrum KKT
eröffnet, Stadtpräsident Raphael Lanz lobt die Multifunktionalität der Räumlichkeiten -
fast alles ist möglich, vom Boxkampf bis zur Autoausstellung. Drei Jahre vorher hatte
die Thuner Stimmbevölkerung dem Erweiterungsbau für den bestehenden Schadausaal zugestimmt.
Gelingt Thun der Einzug in die Liga der Kongressstädte zwischen Bern, Interlaken und Biel?
Auftakt des Anlasses bildet der Einblick in die Erweiterung des Bahnhofplatzes zum
Aarefeldplatz mit Büros,Läden und Post. Einführung durch Andrea Roost, Architekt BSA Bern.
Anlässlich der Tagesexkursion wird – neben der romanischen Kirche Scherzligen
(erneuert 2002/03 und dem Schloss Schadau – auch das Thun-Panorama besucht (ein Werk des
Basler Malers Marquard Wocher von 1812). Architekt Beat Gassner schildert die
Probleme rund um die Erhaltung des ältesten noch existierenden Rundbildes der Welt.
Ein Besuch der Erweiterung des Gymnasiums Seestrasse sowie das neuere
Kirchliche Zentrum Allmendingen sind ebenfalls vorgesehen. Während der Fahrt
vermag man vom Bus aus die Grösse des im Juni eröffneten Fussballstadions
Thun-Süd mit der riesigen Mantelnutzung (Panorama Center) erkennen. Kurzhalt
auf dem Rückweg bei der KVA Thun,Kehrichtverbrennungsanlage – ATU Prix 2006,
Bernischer Kulturpreis für Architektur, Technik und Umwelt.
Eine kurze Mittagsverpflegung wartet in der ehemaligen Zündkapselfabrik
auf dem RUAG Areal. Auf dem ehemaligen Industrieareal der Firma Selve entsteht
ein neues Quartier mit 200 Wohnungen, 220 Arbeitsplätzen, einem Verwaltungsbau
und einem Stadtpark. Alt-Stadtplaner Guntram Knauer wird mit einem
Kurzreferat den laufenden Prozess der Stadtentwicklung beleuchten.
Thun ist eine Zähringerstadt wie Freiburg und Bern. Zeugen davon erkennt
der Teilnehmer auf einem abschliessenden Rundgang durch das Bälliz und
die Obere Hauptgasse. Abschluss der Exkursion in der Fluss Bar, Mühleplatz
9 zirka um 18Uhr.
Ausklang: Der Präsident A&K lädt alle herzlich ein, anschliessend in
seinen Garten in Faulensee (Zug SBB ab Thun 18.25, Rückreise ab Spiez
Züge z.Bsp. 20.25 / Zürich an 21.58) |